Kellogg-WHU Executive MBA
13.08.2026

WHU in Wacken: Ein Lernlabor für Community Building und Heritage Development

WHU Alumni, Family & Friends nutzen das Open Air als Case Study für Community Building, Leadership und gesellschaftliche Wirkung

Für die meisten Menschen ist das Wacken Open Air (WOA) das größte Heavy-Metal-Festival der Welt. Für eine wachsende Gruppe von WHU-Alumni ist es inzwischen weit mehr als das: ein außergewöhnliches Lernlabor. Nach dem erfolgreichen Pilotprojekt im Jahr 2025 kehrte auf Einladung von Wacken-Mitgründer Holger Hübner eine Gruppe von rund zwei Dutzend Alumni der WHU – Otto Beisheim School of Management, gemeinsam mit Family & Friends-Führungskräften aus Wirtschaft und Stiftungen auf den „Holy Ground“ zurück. Das erweiterte Besuchsprogramm widmete sich den Themen Leadership, Entrepreneurship, Community Building und gesellschaftliche Wirkung – eingebettet in eines der faszinierendsten Event-Ökosysteme der Welt.

Was als spontane Idee begann, hat sich nunmehr zu einer Tradition entwickelt. Das diesjährige Format begann bereits vor dem Betreten des Festivalgeländes: Ein Leadership-Workshop der WHU Executive Education in Hamburg, ausgerichtet in den Räumen von Osborne Clarke, führte die Teilnehmenden in die neue Fallstudie „Are We a Band? High Voltage Leadership Lessons from AC/DC“ ein. Diese wurde von Dr.  Peter Kreutter gemeinsam mit James Healy, langjährigem Dozenten der WHU Executive Education und Leadership Coach aus Großbritannien, entwickelt. Am Beispiel einer der langlebigsten Rockbands der Geschichte diskutierten die Teilnehmenden Fragen zu Resilienz, Nachfolge, Unternehmenskultur und nachhaltiger Spitzenleistung über mehr als fünf Jahrzehnte hinweg.

Am nächsten Morgen reiste die Gruppe gemeinsam nach Wacken. Den inhaltlichen Auftakt gestaltete Manouchehr Shamsrizi, WHU-Dozent und Botschafter der Wacken Foundation. In seiner Einführung ordnete er das Festival in einen größeren Kontext ein und zeigte auf, wie sich Wacken zu einer einzigartigen Plattform entwickelt hat, auf der Unternehmertum, Kultur, Technologie und gesellschaftlicher Mehrwert zusammenkommen. Anstatt das Festival lediglich als Besucherinnen und Besucher zu erleben, begaben sich die Teilnehmenden auf eine kuratierte Lernreise aus unterschiedlichen Perspektiven. Gemeinsam mit Musiker:innen, Branchenexpert:innen sowie Unternehmer:innen erkundeten sie, wie sich Wacken von einem kleinen Dorffestival zu einem der weltweit einflussreichsten Live-Event-Ökosysteme entwickelt hat.

„Bei Wacken ging es schon immer um die Menschen – genau wie an der WHU“
 

Beim Meet & Greet mit Wacken-Mitgründer Holger Hübner wurde deutlich, dass außergewöhnliche Communities durch langfristiges Denken, authentische Führung und einen gemeinsamen Sinn für ihre Mission entstehen. „Bei Wacken ging es schon immer um die Menschen – genau wie an der WHU. Unsere Gemeinschaft wächst über Generationen hinweg weiter, und es ist eine große Freude, die WHU Alumni, Family & Friends Jahr für Jahr wieder in Wacken willkommen zu heißen“, sagte Hübner. „Über die Jahrzehnte hat das WOA gezeigt, dass eine starke Gemeinschaft und Unternehmergeist Hand in Hand gehen, wenn es darum geht, nachhaltigen Erfolg aufzubauen und etwas Bleibendes zu schaffen.“ Er freue sich darauf, die Verbindung zwischen der Wacken- und der WHU-Community durch neue Ideen, gemeinsame Erlebnisse und langfristige Partnerschaften weiter zu stärken.

Noch greifbarer wurde die Ökosystem-Perspektive bei Besuchen der Wacken Foundation, von Viva con Agua, der DKMS sowie der Rotarian Metalhead Fellowship. Jede dieser Non-Profit-Organisationen verdeutlichte auf ihre Weise, wie Musik zum Katalysator für Talentförderung, gesellschaftliches Engagement und positive soziale Wirkung werden kann. Auch das wirtschaftliche Ökosystem rund um Wacken rückte in den Mittelpunkt. Vertretende von Unternehmen wie Märklin, GGW Group und Würth sprachen über Themen wie Employer Branding, Storytelling, Innovation und authentische Kundenansprache. Die Teilnehmenden besuchten außerdem die Festivalpräsenz von HOLY, der innovativen Softdrink Brand der WHU-Alumni Philipp Nass und Frederick Jost. HOLY’s Präsenz auf Wacken zeigte eindrucksvoll, wie junge Unternehmen erfolgreich mit hoch engagierten Communities in Kontakt treten können. 

Die vielleicht wertvollsten Lernerfahrungen entstanden jedoch zwischen den offiziellen Programmpunkten: Im Laufe des Tages kamen Vertreter von Alumni, Family & Friends verschiedener Generationen, Branchen und Berufsfelder miteinander ins Gespräch, tauschten Erfahrungen aus und erlebten gemeinsam eine Umgebung, die sich grundlegend von klassischen Konferenzformaten unterscheidet. Gerade dieser generations- und branchenübergreifende Austausch wurde zum roten Faden der gesamten Lernreise. Wacken zeigt, dass nachhaltiges Lernen nicht ausschließlich in Hörsälen oder Seminarräumen stattfindet. Es entsteht dort, wo leidenschaftliche Communities zusammenkommen, Ideen in der Praxis erprobt werden und unerwartete Begegnungen neue Kooperationen ermöglichen.

Genau dies wissen auch die Teilnehmenden zu schätzen: „Erlebnisse wie das WOA sind für mich ein echter Realitätscheck. Sie erinnern mich daran, dass die wertvollsten Lektionen in Sachen Führung auch dadurch entstehen, dass wir in außergewöhnliche Welten eintauchen und uns von inspirierenden Menschen bereichern lassen“, sagte Tobias Haar, Kellogg-WHU Executive MBA Alumnus. „Es erfüllt mich mit großer Dankbarkeit zu sehen, wie die WHU Executive Education und die WHU Alumni Association In Praxi solche Räume schaffen – Orte, an denen wir Alumni uns auch lange nach unserem Abschluss weiterentwickeln, voneinander lernen und wirklich miteinander verbunden bleiben können.“

 

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