Mehr als ein Abschluss: Ein Katalysator für die berufliche Entwicklung von Manas Jha
Als Manas Jha im Oktober 2025 aus dem Urlaub zurückkehrte, wartete ein unerwartetes Schreiben der Unternehmensleitung auf ihn: Er wurde befördert. Der Zeitpunkt kam für den im Bereich der digitalen Transformation arbeitenden Manas völlig überraschend. „Man zeigte sich beeindruckt von meiner Arbeit und meinem Engagement“, sagt er. „Die Anpassungen, die ich während meiner Zeit im EMBA-Programm vorgenommen hatte, waren offensichtlich wahrgenommen worden.“ Es war seine zweite Beförderung innerhalb von 18 Monaten. In der Begründung nannte die Führung sein strategisches Denken, die stärkere Einbindung relevanter Stakeholder sowie seine Fähigkeit, Ideen in wirkungsstarke Entscheidungen zu überführen. Der Einfluss des EMBA war subtil, aber deutlich.
Neue Ideen, Technologien und Arbeitsweisen prasseln heute von allen Seiten auf Führungskräfte ein. In einer dynamischen, schnelllebigen Geschäftswelt wird von Executives erwartet, sich schnell anzupassen, wenn sie nicht riskieren wollen, zurückzufallen. Das Telefon brauchte 50 Jahre, um auf 50 Millionen Nutzende zu kommen; das führende generative KI-Tool erreichte in nur zwei Monaten das Doppelte. Das Tempo ist rasant, doch gerade in einem schnelllebigen Umfeld entsteht effektive Führung aus Beständigkeit und bewusster Entwicklung. In Manas’ Fall war es kein plötzlicher Sprung, sondern die schrittweise Verschiebung von reiner Aufgabenerfüllung hin zu tieferer Wirkung, die er als bedeutendsten Teil seiner Entwicklung beschreibt.
Eine schrittweise Entwicklung
„Jahrelang konzentrierte ich mich darauf, Ergebnisse zu liefern, denn das entsprach lange Zeit meiner Rolle. Mit dem Einstieg in den Kellogg-WHU Executive MBA im Jahr 2024 begann ich nach und nach, die emotionale Dimension von Führung zu verstehen. Ich kann zwar ergebnisorientiert sein, sollte aber ebenso empathisch handeln. Es geht darum, Menschen mitzunehmen, um ein angestrebtes Ziel gemeinsam zu erreichen. Eine bessere Version von mir selbst zu werden, hat meiner Führungsentwicklung eine neue Dimension gegeben.“
Manas arbeitet am Technology Innovation Institute in Abu Dhabi. Zu behaupten, er hätte einen weiten Weg bis an den WHU Campus Vallendar, wäre noch untertrieben, doch das nimmt er gelassen. „Ich habe mich aufgrund meiner Kontakte zu erfahrenen Führungspersönlichkeiten aus verschiedenen Branchen und der globalen Transformation für das Kellogg-WHU Programm entschieden, darunter einigen WHU-Alumni. Durch sie bin ich auf das Programm aufmerksam geworden. Durch ihre Erfahrungen, das Konzept des lebenslangen Lernens, die Programmstruktur und das Netzwerk fiel mir die Entscheidung leicht.“
Neue Perspektiven, neuer Fortschritt
Gerade die Reisen an den Kellogg-WHU Campus schätzt Manas besonders. Sie sind für ihn die größte Inspirationsquelle, sei es im Austausch mit internationalen Executives vor Ort in Deutschland oder im intensiven Austausch im Hörsaal. „Ich kann enorm viel von den anderen lernen und gewinne die wertvollsten Erkenntnisse“, sagt er. „Jedes Mal, wenn ich auf den Campus komme, geben mir die Menschen um mich herum neue Energie.“
In Manas’ Entwicklungsgeschichte finden sich keine dramatischen Sprünge. Sie folgt einer ruhigen, kontinuierlichen Linie, in der die Programminhalte schrittweise Wirkung entfalteten. Es gab keinen plötzlichen Moment der Erkenntnis von Führung, sondern eine stille Anreicherung von Wissen und Werten. Die Überraschung lag darin, dass sein Arbeitgeber diese Entwicklung wahrnahm. Die unerwartete Beförderung bewies, dass der schrittweise Wandel hin zu einer kommunikationsstärkeren Führungspersönlichkeit von seinen Vorgesetzten gesehen wurde. „Der EMBA hat mein Wachstum beschleunigt. Er hat mein strategisches Denken geschärft, meinen Stil in der Executive-Kommunikation verändert und mir ein umfassenderes Verständnis für das Unternehmen vermittelt. Der EMBA hat nicht nur meine Fähigkeiten verbessert, sondern meine Perspektive verändert. Es geht nicht allein darum, Kompetenzen auszubauen, sondern man lernt, Leadership aus neuen Blickwinkeln zu betrachten.“
Die Perspektive ist wichtig
Diese unterschiedlichen Blickwinkel entstehen vor allem durch die Programmteilnehmenden selbst. Die Vielfalt an Erfahrungen und Hintergründen macht das Netzwerk auf dem Campus wie darüber hinaus für Manas besonders wertvoll. „Als EMBA-Jahrgang haben wir durch die Herausforderungen, die wir gemeinsam bewältigt haben, eine echte Verbindung aufgebaut. Wir haben uns während der gesamten Zeit gegenseitig unterstützt. Wir tauschen Ideen aus, geben einander Ratschläge und bringen Perspektiven aus unseren persönlichen Erfahrungen ein. Für mich fühlt es sich viel mehr nach einer lebenslangen Gemeinschaft als einem Studienjahrgang an.“
Mit seiner jüngsten Beförderung richtet Manas den Blick nach vorn. Er strebt eine Position auf Director-Ebene an. Zugleich weiß er, dass das, was er in den zwei Jahren im Kellogg-WHU Programm gelernt hat, sich weiterentwickeln wird. „Für potenzielle EMBA-Teilnehmende ist es wichtig, sich der Bedeutung des lebenslangen Lernens bewusst zu sein. Was wir heute lernen, wird in einigen Jahren schon wieder anders aussehen. Angesichts des Tempos, mit dem sich die Welt verändert, muss man sein Wissen kontinuierlich aktualisieren. Die Möglichkeit, auch nach dem Abschluss in die Lehrveranstaltungen des Kellogg-WHU Executive MBA zurückzukehren, ist ein unglaublicher Mehrwert.“
In einer von Geschwindigkeit und Disruption geprägten Welt bietet Manas’ Geschichte eine Alternative: Entscheidende Leadership-Entwicklung entsteht nicht immer durch große Sprünge, sondern kann durch konsequente, ruhige Schritte erfolgen. Statt sich unter Druck zu setzen, sich über Nacht neu erfinden zu müssen, zeigt sich, dass Geduld, Engagement und die passende Gemeinschaft mitunter der wirksamste Beschleuniger sind.
