Im Rahmen der Initiative IWiL unterstützt die WHU weibliche Talente beim nächsten Karriereschritt
In den deutschen Chefetagen sind Frauen weiterhin deutlich unterrepräsentiert: Laut Destatis betrug der Anteil weiblicher Führungspersonen 2024 gerade einmal 29,1 Prozent und lag damit klar unter dem Durchschnitt in EU-Unternehmen von 35,2 Prozent. In Anbetracht der nach wie vor steigenden Quote an Studienabschlüssen weiblicher Talente weisen diese Zahlen auf ein gehöriges Problem hin – die sogenannte „leaky Pipeline“, das Herauströpfeln von Frauen je höher es geht auf der Karriereleiter. Schon lange setzt sich die WHU – Otto Beisheim School of Management deswegen für mehr Frauen in Führungsetagen ein – unter anderem durch das Engagement bei der Initiative „Women into Leadership“ (IWiL), das mit gezielten Mentoring- und Netzwerkangeboten Frauen auf ihrem Weg in Top-Managementpositionen unterstützt.
„Ein starkes Matching kann Karrieren prägen, Türen öffnen und Menschen dabei unterstützen, ihr volles Potenzial zu entfalten“, erklärt Klaudia Wilde, Director of Development & Relationship Management an der WHU und Mitglied des Matching Committees der IWiL. Mit der Kick-off-Veranstaltung des neuen IWiL-Jahrgangs, in dem auch die WHU-Studierende Dr. Jesica Hoker (EMBA 2027) dabei ist, am 20. März in Düsseldorf ist die Initiative nun in eine neue Runde gestartet – natürlich mit weiterer Unterstützung aus dem Netzwerk der WHU: Prof. Dr. Fabiola Gerpott, Inhaberin des Lehrstuhls für Personalführung und Organisation an der WHU, zählt – genau wie WHU-Alumna Vera Weiss (D 1990) – auch zu den Mentorinnen der Initiative. „Wenn wir mehr Frauen in Führungspositionen sehen wollen, brauchen wir gezielte Förderung und starke Netzwerke. Cross-Mentoring-Programme wie IWiL leisten hier einen wichtigen Beitrag“, sagt sie. „Auch in Kursen unserer WHU-Programme erleben wir immer wieder, dass es für Führungseffektivität nicht auf das Geschlecht, sondern die Fähigkeiten ankommt.“
Gegründet im Jahr 2017 von WHU-Alumna Sabine Hansen (EMBA 2002) und Dr. Natalie Daghles, hat sich IWiL seither von einem regionalen Programm zu einem europaweiten Netzwerk entwickelt. Frauen aus Führungsetagen können ein einjähriges Cross-Mentoring-Programm absolvieren, in dem sie von erfahrenen Führungspersönlichkeiten lernen und von ihnen gecoacht werden. Mit jährlich etwa 30 bis 40 Teilnehmerinnen, einem wachsenden internationalen Netzwerk und Formaten wie dem „Triangle Talk“, der Unternehmen, Mentees und Mentor:innen zusammenbringt, unterstützt IWiL Frauen dabei, ihre Karriereziele zu schärfen und den nächsten Schritt in Richtung Führungsverantwortung aktiv zu gestalten.
Hanan Hallal: „IWiL war für mich eine bedeutungsvolle Erfahrung“
WHU-Alumna Hanan Hallal (EMBA 2026) hat das Programm gerade erfolgreich absolviert. Mit langjähriger internationaler Erfahrung im Finanzbereich, unter anderem als CFO von Henkel in Syrien, hat Hanan Hallal IWiL gezielt genutzt, um sich auf ihren nächsten Karriereschritt vorzubereiten. „Rückblickend war IWiL für mich eine sehr bedeutungsvolle und transformative Erfahrung“, sagt sie. „Besonders das Mentoring hat mir geholfen, meine Führungs- und Kommunikationskompetenzen weiterzuentwickeln und ein tieferes Verständnis für Stakeholder zu gewinnen.“
Ein Jahr lang wurde Hanan Hallal im Rahmen des Programms von ihrer Mentorin Tine Snels begleitet. In regelmäßigen Gesprächen standen Themen wie Leadership, Stakeholder-Management und strategische Positionierung im Fokus. Die Mentoring-Beziehung habe auf Vertrauen, Offenheit und klaren Entwicklungszielen basiert. „Das hat den Austausch für mich besonders wirkungsvoll und inspirierend gemacht“, so Hallal. Die gewonnenen Erkenntnisse setzt sie bereits jetzt ein – mit Blick auf ihr Ziel, künftig eine Rolle im Aufsichtsrat zu übernehmen.
