Kellogg-WHU Executive MBA Programm

Gemeinschaft, Nachhaltigkeit und lebenslanges Lernen im Kellogg-WHU Executive MBA

Wojciech Baginski und das neue Alumni-Netzwerk in Polen.

Das Kellogg-WHU Executive MBA-Programm bietet mit sieben Hochschulstandorten und einem ständig wachsenden Alumni-Netzwerk mit über 65.000 Mitgliedern in aller Welt eines der größten und intensivsten globalen Netzwerke. Innerhalb dieses Netzwerks leiten engagierte Alumni verschiedene lokale Verbände, die Führungskräfte in den jeweiligen Regionen zusammenbringen und den Gemeinschaftssinn fördern, der unter Umständen ein Leben lang Bestand hat. 

„Das Executive MBA-Netzwerk der Kellogg-WHU ist eine große Unterstützung“, erzählt Wojciech. „Ich habe fast jeden Tag mit jemandem zu tun, sei es im Rahmen meiner Tätigkeit als Rechtsanwalt, zur Erörterung einer Investmentfonds-Idee oder bei der Prüfung von Start-up-Konzepten. Wie bei den meisten Netzwerken gilt auch hier: Je mehr man sich einbringt, desto größer der eigene Nutzen.“ 

Am Beispiel eines Freundes vom Kellogg-Campus Evanston-Chicago, der ihn um Hilfe bat, konnte Wojciech kürzlich erleben, welche Wirkung das Netzwerk haben kann. „Ich engagiere mich für die Entwicklung und weitere Verbreitung der Rechtsform Benefit Corporation (B Corp) in Europa. B Corps sind gewinnorientierte Unternehmen mit gemeinnützigem Unternehmenszweck. Diese Unternehmen erfüllen in Bezug auf den Nutzen für Gesellschaft und Umwelt höchste Standards und haben ihre Verpflichtung gegenüber den betroffenen Akteuren in ihrer Satzung verankert – ich habe darüber meine Masterarbeit geschrieben. In Wahlpflichtfächern in Evanston hatten wir das Konzept ausführlich erörtert, deshalb kontaktierte mein Freund mich für einen Kollegen in Minneapolis. Die beiden hatten vor, einen Social Hub für die Stadt, der in der aktuellen Krise aus seinem Unternehmen hervorgegangen war, offizieller zu gestalten und weiter auszubauen. Dazu wollte er das Konzept der B Corp gemeinsam mit den betroffenen Akteuren und den behördlichen Stellen in Minneapolis genauer erörtern, um die Stadt nach den Protesten nachhaltig umzustrukturieren. Ehe ich mich versah, übernahm ich die Beratung zu strategischen Aspekten der Umwandlung in eine B Corp und die Möglichkeiten zur Umstrukturierung einer Stadt gemäß den Normen der B-Corp-Bewegung – ohne das Netzwerk hätte ich diese Gelegenheit sicher nicht bekommen.“

Das Alumni-Netzwerk in Polen

Wojciechs Lebenslauf ist erstaunlich lang und international. So absolvierte er sowohl in seinem Heimatland Polen als auch in den USA ein Jurastudium, bestand die Zulassungsprüfung für Anwälte in New York, wurde Rechtsanwalt im Vereinigten Königreich und kehrte schließlich nach Polen zurück, sodass er insgesamt auf 13 Jahre Jurastudium und anwaltliche Tätigkeit zurückblicken kann. „Das Recht ist eine lebenslange Reise – das Studium ist niemals abgeschlossen, denn wenn man diesen Beruf als Kunstform ausüben will und nicht nur als Arbeit sieht, muss man immer einen Schritt voraus sein“, erläutert er. „Das Executive MBA-Studium an der Kellogg-WHU war für mich sehr angenehm und eine schöne Abwechslung von dem eng gesteckten juristischen Rahmen: Ich konnte einen anderen Teil meines Gehirns benutzen und neue Denkweisen ausprobieren.“

Da es unter den Regionalkreisen der EMBA-Alumni keinen für Osteuropa gab und es daher nicht so leicht war, Verbindungen zu knüpfen und andere ausfindig zu machen, tat sich Wojciech mit Marcus Erken zusammen, der ebenfalls an der WHU studiert hatte, um selbst einen solchen Verband zu gründen. „Ursprünglich sollte der Verband den Alumni die Möglichkeit geben, mit anderen in der gleichen Region in Kontakt zu kommen, Erfahrungen und Ideen auszutauschen und sich gegenseitig zu unterstützen. Außerdem ist es für die Alumni interessant, dass sich die Wirtschaft hier sehr schnell entwickelt – in diesem Land gibt es nach wie vor viele Möglichkeiten.“

Das Alumni-Netzwerk, das aktuell sowohl aus Alumni des MBA als auch des EMBA der WHU besteht, ist noch relativ jung und wurde erst Ende 2019 gegründet. Für 2020 waren größere Veranstaltungen und eine weitere Expansion geplant. „Leider hat COVID-19 unsere Bemühungen um neue Mitglieder etwas eingeschränkt, aber wir hoffen, dass wir bald Meetings, Sportveranstaltungen und Treffen durchführen können.“

Neue Ideen erkunden.

Vor seinem Executive MBA-Studium an der Kellogg-WHU gründete Wojciech eine Anwaltskanzlei in Warschau, in der er hauptsächlich an grenzüberschreitenden Projekten mit Kunden aus New York, London, Peking, Tel Aviv und München arbeitete. Dabei gewann er den Eindruck, dass er zusätzliche Fähigkeiten benötigte, um nicht nur die neue Kanzlei effektiv zu führen, sondern auch die Bedürfnisse seiner Klienten genauer zu verstehen. „Das Programm sollte mir die Möglichkeit geben, die gleiche Sprache wie meine Kunden zu sprechen, aber auch meine unternehmerischen Interessen fördern. Ich hatte bereits gewisse Erfahrungen mit Start-ups, sowohl als Gründer als auch als Berater, deshalb konnte ich mit diesem Programm beide Interessen perfekt unter einen Hut bringen.“

Aufgrund der Nähe zu Warschau war das Programm für Wojciech der ideale Standort und bot zudem das internationale Umfeld, das er im Laufe seiner Karriere schon so oft gesucht hatte. „Diversität war mir sehr wichtig, und der Zugang zu den internationalen Hochschulstandorten, die Auslandsmodule und das Netzwerk hatten maßgeblichen Anteil an meiner Entscheidung für das Kellogg-WHU Executive MBA-Programm. Deutschland selbst ist für seine starke Wirtschaft und die hervorragenden Hochschulen bekannt, deshalb war ich sehr überzeugt. In Bezug auf Inhalte, Wissen, Erfahrungen und erworbene Fähigkeiten hat das Programm meine Erwartungen weit übertroffen. Ich hatte nicht damit gerechnet, wie sehr ich tatsächlich von der Erfahrung profitieren würde, von beruflichen Chancen bis hin zu neuen Freundschaften.“

Beeindruckend an Wojciech sind seine Lernbereitschaft, sein Wissensdurst sowie sein Bestreben, anderen zu helfen. Er ist nicht nur Rechtsanwalt, sondern auch Gründer, Kapitalgeber, Rechtsberater und erkundet den polnischen Markt für die globale innovative NGO B Lab, die das Ziel verfolgt, das operative Geschäft von Unternehmen und das Wirtschaftssystem insgesamt nachhaltiger sowie wirkungs- und zweckorientierter zu gestalten. „Das Kellogg-WHU-Netzwerk hat mir dabei geholfen, mich in all diesen Bereichen weiterzuentwickeln, und in der heutigen Zeit, in der alle Entwicklungen so schnell und so globalisiert ablaufen, ist es für mich von entscheidender Bedeutung, einem solchen Netzwerk anzugehören. Meiner Ansicht nach kann ich mit meinen neuen Fähigkeiten Menschen, Zeit und Ressourcen besser organisieren. Wenn man so vielseitig tätig ist wie ich, ist das außerordentlich wichtig. Seitdem ich dieses Programm absolviert habe, ist mein Leben viel spannender geworden, weil ich so viele neue Möglichkeiten habe, aber auch ein wenig leichter, da ich auf neue Hilfsmittel und das Netzwerk zurückgreifen kann.“