Kellogg-WHU Executive MBA Programm

Perspektiven erweitern mit Kellogg-WHU

Alumna Jeannette Dong über ihre Entscheidung ein Executive MBA Studium zu absolvieren.

Jeannette Dong, Director of Outdoor Business Development für den Asien-Pazifik-Markt des Sportartikelherstellers adidas, war nach 13 Jahren bei dem renommierten Weltkonzern bereit für den nächsten Karriereschritt. Nachdem sie 2019 den Kellogg-WHU Executive MBA abgeschlossen hat, berichtet sie hier, was sie zum EMBA-Studium motivierte und was sie aus dem Programm mitnimmt.

„Meine Karriere hat bei adidas begonnen. Angefangen habe ich bei adidas Greater China, später wechselte ich zur Unternehmenszentrale in Deutschland, bevor ich letzten Sommer wieder nach Shanghai zurückkehrte, um dort für den Asien-Pazifik-Markt zu arbeiten.“ Jeanette, deren Arbeit sehr strategisch ausgerichtet ist, hatte schon Schlüsselrollen in sämtlichen Unternehmensbereichen inne, von Strategieentwicklung bis hin zu Umsetzung und Unternehmensleitung. „Einen MBA hatte ich schon seit vielen Jahren auf dem Schirm. Ich war zwar an strategischen Projekten beteiligt, hatte aber immer das Gefühl, dass mir umfassendere Geschäftserfahrungen oder Kenntnisse fehlten, da ich immer eine spezielle Funktion innehatte. Deshalb fand ich, ein allgemeinerer Blick auf das Management über verschiedene Geschäftszweige hinweg könne für meine strategischen Aufgaben und auch die künftige Entwicklung sinnvoll sein.“

Die Gelegenheit beim Schopf gepackt

Bei vielen jungen Müttern oder Vätern in Deutschland ist es Usus, dass zumindest ein Elternteil eine längere Erziehungspause einlegt, oft von zwei bis drei Jahren. Als sie in Deutschland lebte und zum zweiten Mal schwanger war, beschloss Jeannette, diese Unterbrechung ihrer üblichen beruflichen Tätigkeit dazu zu nutzen, endlich einen Executive MBA zu machen. „Ich wollte vermeiden, den Anschluss an die Geschäftswelt zu verlieren und meine Karriere zurückzustellen. Bei meiner Rückkehr an den Arbeitsplatz wollte ich vielmehr neue Kraft und neues Wissen mitbringen. Ich hatte mich schon immer für einen MBA interessiert, dieses Projekt aber immer wieder verschoben — aus beruflichen Gründen, weil ich heiratete oder Kinder bekam. Als ich mit meinem ersten Kind in China schwanger war, musste ich schon nach etwa drei Monaten wieder arbeiten gehen, und das war für mich eine große Herausforderung, da es mir an Erfahrung fehlte. Während der zweiten Schwangerschaft arbeitete ich dagegen in der adidas-Unternehmenszentrale in Deutschland und konnte meine Arbeit länger unterbrechen. Ich wusste, was mich erwartete, und hatte das Glück, dass mein Mann mich unterstützte. Alles war deutlich entspannter.“

Jeannette sah die Chance, ihre Zeit in Deutschland bestmöglich zu nutze, ihr Netzwerk auszubauen und sich um ihre langfristige Karriereentwicklung zu kümmern. „Ich wollte funktions-, branchen- und kulturübergreifende Kenntnisse erwerben. Deutschland bietet ein hervorragendes Bildungssystem und zieht Studierende aus aller Welt an. Insbesondere der Kellogg-WHU Executive MBA genießt einen ausgezeichneten Ruf und beste Bewertungen. Ich erinnere mich noch genau an mein Bewerbungsgespräch an der Kellogg-WHU, das für meine Gesprächspartner sicherlich sehr ungewöhnlich war - schließlich war ich hochschwanger. Den Studienplatz bekam ich schließlich etwa zehn Tage vor der Entbindung.“

Neben dem modularen Aufbau des Teilzeitprogramms war auch die internationale Ausrichtung ein entscheidender Faktor, der sie dazu bewegte, ihren Executive MBA an der Kellogg-WHU zu machen. Kellogg hat zwar seinen Sitz in Europa, verfügt jedoch über sieben Campusse in aller Welt, sodass Jeannette nicht nur problemlos reisen konnte, sondern auch die umfassendere Perspektive bekam, die sie sich erhofft hatte. „Der Standort ist sehr wichtig. Die Kellogg-WHU hat zwar ihren Hauptsitz in Deutschland, ist aber global ausgerichtet. Ob die globalen Wahlfächer oder die anderen Kellogg-Campusse, zum Beispiel in Hongkong oder Kanada: es bieten sich so viele Wege und Möglichkeiten, außerhalb des bestehenden Netzwerks Kontakte zu knüpfen.“

Der nachhaltige Effekt des Executive MBA

Welche Auswirkungen hatte der erfolgreich Abschluss des Kellogg-WHU Executive MBA auf ihre weitere Karriere bei adidas? „Das Executive MBA-Programm sollte meinen Horizont erweitern und mir Kenntnisse vermitteln, die über meine Branche und mein Unternehmen hinausgehen. Genau solche Kenntnisse habe ich erworben, und das Programm hat wirklich dazu beigetragen, mein Selbstbewusstsein zu stärken. Ich stellte fest, dass mich viele der Themen sehr ansprachen und dass ich viele der Ansichten teilte, die von den Lehrkräften und Mitstudierenden geäußert wurden. In diesem äußerst diversen und internationalen Umfeld fühlte ich mich unglaublich wohl, was mir zusätzlich die Gewissheit gab, in fast allen multikulturellen Situationen zurechtzukommen. Das war für mich eine entscheidende Erkenntnis, die dafür sorgte, dass ich bei meiner Rückkehr an den Arbeitsplatz großes Vertrauen in meine eigenen Fähigkeiten hatte. 

Jeannette, die im Juli 2019 auf ihre jetzige Stelle befördert wurde, wechselte in einen neuen Bereich des Unternehmens, der geschäftsorientierter ausgerichtet ist. „Meine gegenwärtige Aufgabe ist sehr erfüllend“, sagte sie dazu. Zu den entscheidenden Aspekten des Programms zählt jedoch die nachhaltige Verbindung zum größeren globalen Netzwerk. „Wir haben unsere virtuellen Gruppen-Chats, aber wo ich auch hinkomme, überall auf der Welt gibt es jemanden, zu dem ich Kontakt aufnehmen kann. Als ich wieder nach Shanghai zog, setzte ich mich mit dem Netzwerk in Verbindung, und wir treffen uns regelmäßig. Manchmal sucht jemand einen Job, braucht einen Ratschlag oder möchte nur etwas mitteilen. Man empfindet es nicht als lästig, sich im Netzwerk zu melden - es gehört einfach zum Alltag dazu.“

Wie viele andere Kellogg-WHU-Alumni ist Jeannette eine inspirierende Führungskraft, die allen, die sich langfristig weiterentwickeln möchten, dazu rät, ungeachtet der Umstände die Initiative zu ergreifen. „Natürlich habe ich Glück, dass ich große Unterstützung bekomme. Allerdings ist das keine Frage des Geschlechts — wenn ich ein Mann wäre, würde ich es genauso machen. Ich wünschte, mehr Frauen, ob Mütter oder nicht, würden sich dazu entscheiden, ihre Karriere voranzutreiben oder sich persönlich weiterzuentwickeln. Machen Sie sich einen Plan und unternehmen Sie die Schritte, mit der die Vision Wirklichkeit werden kann. Lassen Sie sich nicht von den Erwartungen bremsen, die die Gesellschaft an Sie stellt!“